Neue Erkenntnisse zu Explosionsgefahren beim Umgang mit Metallstäuben

Referent: Dr. Jef Snoeys

Fike Corp

Untersuchungen zu Metallstaub-Explosionen (Aluminium, Eisen, Kupfer, Zink, Titan) werden vorgestellt. Unterschiede zwischen klassischen- und Metallstäuben werden erläutert. Anhand von Beispielen wird aufgezeigt, in welchen Branchen, bei welchen Verfahren und Anlagen beim Umgang mit Metallstäuben Explosionsgefahren auftreten können. Ein weiteres Thema ist die Anwendung von Explosionsschutzmaßnahmen, welche die Auswirkungen einer Metallstaub-Explosion auf ein sicheres Mindestmaß beschränken.

Dr. Ing. Jef Snoeys promovierte an der renommierten Universität von Bergen (Norwegen). Bei Gexcon (Norwegen), Ineris (Frankreich), Fike (USA, Belgien) unter der Aufsicht der renommierten Professoren Rolf Eckhoff (UiB – Norwegen)) und Christophe Proust (Ineris, UTC – Frankreich) stellte er Forschungen zum Thema Explosionen an. Er promovierte mit seiner Dissertation zum Thema Staubexplosionen.

Berufliche Qualifikation:

Jef Snoeys ist seit 1993 bei Fike Corporation und derzeit in der Position des Direktors der Fike Explosion Protection Technology Group und der Fike Academy. In dieser Funktion ist Jef der leitende Wissenschaftler, der angewandte Forschung durchführt und mit wettbewerbsfähigen Technologien und anderen technologischen Themen den Explosionsschutz betreffend immer auf dem neuesten Stand ist. Fike unterhält ein Strömungslabor, ein Explosionstestlabor und ein Fernerkundungszentrum für Explosionen.

Jef hat seinen Sitz im europäischen Büro von Fike im belgischen Herentals und ist aktives Mitglied des Europäischen Komitees für Standardisierung (CEN TC 305) sowie aktiver Teilnehmer an mehreren anderen Komitees wie den nordamerikanischen Komitees NFPA 68 und NFPA 69. Er hat den Vorsitz in mehreren Standardisierungskomitees geführt bei der Erstellung, Überarbeitung und Aufrechterhaltung lokaler und globaler Regulierungsstandards.

Jef hat Forschungsaktivitäten und Eignungstests für Geräte an mehreren internationalen Teststandorten koordiniert, darunter Ineris (Frankreich), Gexcon (Norwegen), FSA (Deutschland), HSL (UK) und Fike (USA). Als offizieller Fike-Delegierter beteiligte sich Jef an mehreren EU-finanzierten Projekten wie

  1. DESC (2005) – Entwicklung eines Computercodes zur Simulation des Verlaufs und der Auswirkungen von Staubexplosionen. Projektpartner: EU, Gexcon, Fike, HSL, TNO, Inburex, FSA, Fraunhofer-ICT, Øresund-Sicherheitsberater, Technische Universitäten in Delft und Warschau.
  2. HYSEA (2014) – H2020-Projekt zur Verbesserung der Sicherheit von Wasserstoff für Energieanwendungen durch pränormative Forschung zur Explosionsdruckentlastung. Projektpartner: EU, Gexcon, Universität Warwick, Universität Pisa, Fike, Impetus, Universität für Wissenschaft und Technologie in China, Hefei University of Technology

Er hat viele Schulungen durchgeführt und umfangreiche Vorträge zum Thema Staubexplosionsschutz gehalten. Er unterrichtet jährlich an der CPD-Fakultät für Ingenieurwissenschaften in Leeds über Explosionsgefahren bei Gas, Dampf und Staub sowie Schutz, Risikobegrenzung und -vorhersage.

Jef hat mehrere Forschungsarbeiten veröffentlicht und mitverfasst.

Er hält mehrere Patente für Explosionsschutzlösungen.